Jahrestagung Thema: Salutogenese  Bad Orb vom 18-21.3.04

 

Sie kennen sicher den Flyer schon. Sonst bitte anfordern über 6.ter M.E.G.-Regionalstellenbrief Bonn, Februar 2004

 

Liebe KollegInnen und Kollegen,

da es sich herausgestellt hat, dass Informationen -Neuinteressenten ausgenommen- vor allem im Frühjahr gewünscht werden und dann noch einmal im Herbst zur Planung zum Jahresende, möchte ich jetzt auch wieder aus der Regionalstelle Bonn berichten:

 

Nach wie vor gibt es einmal im Monat (Mittwoch abends) einen Informationsabend zur Hypnose und Klinischen Hypnotherapie bzw. Ericksonschen Hypnotherapie (kostenfrei). Termine auf Terminzettel im Anhang. Bitte InteressentInnen weitersagen.

 

Mittlerweile ist die 5te Ausbildungsgruppe KliHyp gut angelaufen und es liegen bereits Anmeldungen zur nächsten vor.

Die nächste KliHyp-Ausbildung wird im Januar 2005 starten.

Termin: 20.-22. 01.2005 B1 mit Dipl. Psych. Bernhard Trenkle.

Die monatlichen KliHyp- Supervisionen sind auch offen für psychotherapeutisch arbeitende Interessenten.

 

Vom 4.- 6.3.2004 beginnt mit der Kompakteinführung durch Bernhard Trenkle (auch für B1-Nachholer und zur Auffrischung ) die 2te Ausbildungsgruppe des KomHyp- Curriculums. Was die Kom-Hyp-Ausbildung anbelangt, ist die Bonner Regionalstelle so etwas wie Vorreiter speziell für die Kontexte Coaching, Supervision, Beratung. Die erste Ausbildungsgruppe ist bereits erfolgreich abgeschlossen worden und arbeitet teilweise schon mit ersten Coachingklienten.

Die M.E.G. hat ja das bisherige GFE-Curriculum nicht nur neubenannt, sondern auch inhaltlich völlig neu ausgeweitet. So ist diese was Seminaranzahl und fundierte Inhalte betrifft eine zur KliHyp Ausbildung gleichwertige Ausbildung, die die Ericksonsche Kommunikation für Veränderung im Beratungskontext Coaching, Beratung, Supervision besonders vermittelt. Diejenigen, die in einzelne Seminare hereingeschaut haben, erlebten es als Bereicherung für eine ressourcenorientierte Gesprächs- und Prozessführung, die natürlich auch für Kliniker sehr interessant ist.

Auch hier sind übrigens die KomHyp- Supervisionstage offen für KollegInnen auch außerhalb der Ausbildungsgruppe, die im Supervisions- und Coachingbereich arbeiten oder ihre Tätigkeit dahin ausweiten wollen. Termine im Anhang.

 

Aller Erfahrung nach bedarf es der intensiven Beschäftigung in Haltung und Vorgehen bis der Ericksonsche Ressourcenorientierte Stil Formen annimmt. Bei den PsychotherapeutInnen wünschen einige auch eine Integration von Hypnose in die bisherige VT- oder TP-Vorgehensweise. Dennoch ist es ein besonderer Reiz das Eigenständige bei Erickson zu "begreifen". Wie bekannt, habe ich hier in Bonn gerade dazu einiges herausgearbeitet und vermittele in Supervisionen und Seminaren schwerpunktmäßig einen konstruktivistischen Umgang mit Problemen und ihren Lösungsentwicklung.

So widmet sich auch mein C-Seminar im Juni „Demonstrationsseminar“ diesem Thema. Wie gestaltet sich ein solches Vorgehen praktisch in einer ressourcenorientierten Kommunikation auch mit Tranceritual. Ich möchte unabhängig von der mitgebrachten Symptomatik – das kann jede sein- zeigen, wie man einen Hypnosewunsch utilisiert, wie man Hypnose einführt und gestaltet, um damit einen für therapeutische Veränderungen guten Rahmen zu schaffen. Dazu bedarf es einer aktiven Prozessführung mit sprachlichen und nichtsprachlichen Mitteln und der mentalen Flexibilität im therapeutischen Vorgehen, was Konnotationen, Kontexterweiterungen, Umgang mit Zielkonflikten und insbesondere dem Herstellen einer starken Veränderungsinitiative beim Klienten. Ein Anliegen von mir ist, zu vermitteln, wie ein hilfreiches Pack-an über alle Störungen hinweg zu erreichen ist. Es geht dann weniger um störungsspezifisches Know-how als um Know-How einer effektiven Kommunikation die Veränderung hervorruft und individuelle Entwicklung anstößt.

Natürlich sind immer Berufserfahrungen spezifischer Art in der Psychosomatik, beim Ängste, bei Traumata, Psychiatrische Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen hilfreich. Darüber hinaus gilt es aber, das Spezifische über die Störungen hinausgehende an Prozessen auszulösen und zu kennen, die Veränderung bewirken. Gerade Erickson hatte viel Respekt für die Menschen und ihre inneren Landkarten und weniger vor dem Symptom. Nach Erickson wäre sowieso für jeden Menschen eine eigene Therapie zu entwickeln, nicht aber für jede Störung.

G.F. Checchin, aus der früheren Mailändergruppe, nannte sein Buch: „Respektlosigkeit“ und damit drückte er die Respektlosigkeit vor dem Symptom aus bei vollem Respekt vor dem Menschen und seinen Möglichkeiten. Bei diesem Seminar wird es praktische Demos für ein Vorgehen in einer Stundeneinheit geben und Sie können gerne neue Patienten, mit denen Sie zu arbeiten beginnen, mitbringen. Ich freue mich sehr über Ihre Resonanz dazu.

Die anderen interessanten C-Seminare des "KliHyp-Curriculums":

Jetzt 27./28. Februar 2004 hält Georg Milzner das Seminar Schmerzbewältigung. Er ist über seine beiden Bücher zur Schmerztherapie bekannt und über sein neustes Buch „Poesie der Psychosen“ und ich freue mich über sein Kommen.

5./6.3.2004 werde ich in meinem Paarseminar wieder aufzeigen wie in der Paartherapie ein Ericksonscher Kommunikationsrahmen weiterhilft. Darüberhinaus geht es auch darum, wie ein Paar erfährt, wie seine gegenseitigen Zuschreibungen als emergente Phänomene gesehen neue Lösungsweisen hervorbringen.

Hypnose ist eine Form hoher Aufmerksamkeitsfokussierung - Zaubern eine andere. Das ist auch der Grund, dass ich Annalisa  Neumayer eingeladen habe. Sie hält dazu ihren Workshop 7./8.5.04 über diese besondere Art der Aufmerksamkeitsfokussierung beim Zaubern.

Martin Braun wird  15./16.10.2004 das Seminar Psychosomatik halten. Er arbeitet viel mit Teilnehmer-Übungen und sein Thema ist natürlich eines der täglichen Praxis.

Zu den einzelnen C-Seminaren liegen jeweils auch Seminarausschreibungen vor. Terminliste alle im Anhang.

 

Es wird auch ein C-Seminar für das "Komhyp- Curriculum" geben.

C-Seminar- Anwendung: Vom Coaching zur Organisationsentwicklung -

Hypno-systemische Prinzipien oder woran erkennt man eine hypno-systemische Beratung?

Dieses Seminar ist eine Auffrischung und Vertiefung. Es soll zeigen, wie die sogenannten formalen „Dreiecksverträge“ gerade auch inhaltlich Sinn machen, wenn Ziel- und Auftragsklärung am Roundtable erfolgen. Es scheint genauso ungewohnt vom Einzelcoaching zum systemischen Mehrpersonen-System-Setting zu kommen, wie es ungewohnt war vom Einzelklient zum Familiensetting zu kommen. Dennoch zeigt sich der Nutzen für Klient wie für die Organisation bei diesem Vorgehen. Es ist also immer zu fragen, welches relevante System ist einzubeziehen in die Ziel- und Auftragsklärung. Voraussetzung dafür ist in Haltung und Denkmöglichkeit konstruktivistische Hilfen der Komplexitätsreduktion und Erweiterung zu beherzigen, die Schieflagen, Parteilichkeiten und Einseitigkeiten verhindern helfen ebenso wie das Verlassen eindeutiger Zuschreibungen. Woran man nun in Haltung und Methodik hypno-systemisches Vorgehen erkennt, mit dem es möglich ist diese Roundtable Gespräche zu führen wird aufgezeigt. Zu diesem Thema möchte ich Gunther Schmidt nach Bonn gewinnen. Termin Herbst 2004.

die Geschäftsstelle München oder Internet: www.meg-hypnose.de. Ein umfangreiches Programm mit allen relevanten Themen und ReferentInnen rund um „Salutogenese, Ericksonscher Veränderungskommunikation“. Auch wenn die Themen der Jahrestagungen ja schon immer Jahre voraus geplant werden, hat sich gezeigt, dass wir „voll im Trend liegen“. Nicht nur bei beruflichem Coaching, sondern auch im Gesundheitsbereich wird es in der Zukunft immer mehr darum gehen, als Arzt/Ärztin oder PsychotherapeutIn in den meisten Fällen mehr eine Art Coach/ BegleiterIn zur Gesundheit zu werden als ein Fachfrau/Fachmann für Krankheiten. In diesem Sinne äußerte sich auch in einem Fernsehinterview der frühere Ärztekammerpräsident Elis Huber, heute Geschäftsführer einer Krankenkasse, sinngemäß: "Dazu wird es eine revolutionäre Umstellung von Fachleuten und Patienten geben im Sinne der größeren Nutzung von Selbstheilungskräften, der genauen Abwägung im Vorgehen und bei Medikamenten." Vor allem die psychischen Ressourcen von Menschen und ihr inneres Wissen zur Heilung und Gesundung werden mehr einbezogen. Dabei kommt der Hypnose und der modernen Hypnose nach M. Erickson eine besondere Rolle zu.

In Bad Orb gab es letztens schon einen Bonner Tisch beim Abendfest. Ich fände das eine schöne Tradition - also auf diesen Tisch achten! Vielleicht können wir sogar ein Wimpel auftreiben.

 

Verteiler:

Sinn der Regionalstellenbriefe ist es Informationen weiterzugeben. Falls Sie aber aus dem Verteiler gestrichen werden wollen, genügt eine kurze Nachricht.

 

Mit kollegialen Grüßen und viel Freude an unserer kreativen Arbeit, Anne Lang

 

Zurück